kleine Hersteller - grosse Abizeitung
Eine der wesentlichen Errungenschaften des Internet-Zeitalters ist nicht nur die Erschließung neuer, digitaler Medien, sondern auch die Demokratisierung etablierter analoger Medien durch stetigen Kostenverfall. Wenn statt einer riesigen Druckerei mit entsprechend aggressiv gestaffelter Mengenrabattstruktur ein kleineres Unternehmen mit der Produktion mehrerer, leicht unterschiedlicher Kleinserien beauftragt wird, lässt sich eine Abizeitung bzw. ein Abi-Buch realisieren, das sowohl dem natürlichen Wunsch der Abiturienten nach größerem Gemeinschaftsgefühl, als auch nach individuellerer Behandlung einzelner Gruppen, Cliquen, Klassen oder Kurse gerecht wird.
Man stelle sich etwa eine 80seitige Zeitungs- bzw. Buchproduktion vor, deren erste 40 Seiten mit Fotos des Jahrgangs für alle Leser gleich gestaltet wären, die letzten 40 Seiten sich hingegen spezifisch mit der Klassen- und Kursgeschichte der diverseren Untergruppierungen beschäftigen würden - frei nach dem Modell einer mit verschiedenen Beilagen vertriebenen Lokal- oder Regionalzeitung. Kleinere Fotobuchanbieter sind hier ungleich flexibler und können daher den sinnvolleren Partner für ein solches Abizeitungsprojekt darstellen.
Die Mitglieder eines Leistungskurses Kunst oder Deutsch z. B. würden auf diese Art zusätzlichen Raum gewinnen, ihre Schulzeit im Rahmen des Druckauftrages zeichnerisch, malerisch, poetisch oder literarisch aufzuarbeiten und in einem großen Ganzen für kommende Jahrzehnte zu konservieren.